HALLE FÜR KUNST LÜNEBURG eV HALLE FÜR KUNST LÜNEBURG eV
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ARCHIV

SIMON DENNY - NEGATIVE HEADROOM: THE BROADCAST SIGNAL INTRUSION INCIDENT

20. November 2010 – 16. Januar 2011, Eröffnung Freitag, 19. November 2010, 19 h

CHARLOTTE MOTH

4. September – 17. Oktober 2010, Eröffnung Freitag, 3. September 2010, 19 h

potentia passiva. ANSÄTZE FÜR EINE KULTURTHEORIE DER PASSIVITÄT – VORTRAG VON KATHRIN BUSCH

12. August 2010, 19 h

MITGLIEDERPROGRAMM – BESUCH DER AUSSTELLUNG »FAITES LE TRAVAIL QU’ACCOMPLIT LE SOLEIL« VON OLAF NICOLAI IN DER KESTNERGESELLSCHAFT, HANNOVER

10. Juli 2010

PROVENCE ISSUE O - SOMMERFEST

18. Juni 2010, 19 h

WORKSHOP – LA DERNIÈRE MODE

2. Juni 2010, Uhrzeit nach Absprache

KUNST UND KUCHEN

29. Mai 2010, 15 h

MITGLIEDERPROGRAMM – BEATE ANSPACH FÜHRT DURCH DIE AUSSTELLUNG VON DANIEL JOSEFSOHN

27. Mai 2010, 17 h, Der Kunstverein, seit 1917, Hamburg

WORKSHOP – LA DERNIÈRE MODE

26. Mai 2010, 8.30 h

FÜHRUNG DURCH DIE AUSSTELLUNG PROVENCE MIT TOBIAS KASPAR UND HANNES LOICHINGER

24. Mai 2010, 19 h

PROVENCE

24. April - 6. Juni 2010, Eröffnung Freitag, 23. April 2010, 19 h

BAR ORNELLA #43 PRÄSENTIERT VIOLA KLEIN

Samstag, 13. März 2010, 19 h

BAR ORNELLA #43 PRÄSENTIERT GERDA SCHEEPERS

Matinée, Sonntag, 28. Februar 2010, 12 h - 16 h

DEARIE DOES THE DO NOT CARE.
A BAR ORNELLA PRESENTATION # 43

mit Peter Abs, Viola Klein, Bernadette Mittrup, Gerda Scheepers & Sarah Szczesny

31. Januar - 14. März 2010, Eröffnung 30. Januar 2010, 19 h

Halle für Kunst Lüneburg eV freut sich, am 30. Januar 2010 um 19 Uhr zur Eröffnung der Ausstellung »Dearie Does The Do Not Care – A Bar Ornella Presentation« mit den KünstlerInnen Peter Abs, Viola Klein, Bernadette Mittrup, Gerda Scheepers & Sarah Szczesny einzuladen. Für den Zeitraum von sechs Wochen wird »Bar Ornella # 43« mit einer permanenten Rauminstallation und zwei temporären Aufführungen in der Halle für Kunst zu Gast sein.

Seit 2005 werden in einem Jahrhundertwendehaus in der Kölner Nordstadt regelmäßig Einzel- und Gruppenausstellungen, Vorträge, Konzerte und Performances unter dem Namen »Bar Ornella«* organisiert. Zur anfänglichen Idee gehörte dabei die Verabredung auf einen Jour Fixe und die Möglichkeit einer raschen Abfolge von Veranstaltungen. Die Bezeichnung »Bar« schien den Initiatorinnen geeignet, ihre Gastgeberfunktion nicht zu verschleiern.

Im Frühjahr 2006 lud das Kölner Museum Ludwig »Bar Ornella« dazu ein, mit einer Gruppenarbeit an einem Ausstellungsprojekt für Billboards im öffentlichen Raum teilzunehmen. Dafür entstand unter anderem ein hybrides Ensemble aus Wandkonstruktionen und kulissenhaften Standobjekten aus weissgetünchten Fundhölzern, die um das Billboard herum angeordnet waren. Auf der Tafel selbst klebte die Reproduktion einer Cartoonzeichnung aus den 1940er-Jahren von William Steig mit der Bildunterschrift »The Conversation Lags I«. Sie zeigt zwei offensichtlich hochnäsige, junge Debattanden in modernistischem Interieur, die sich mithilfe von kleinen abstrakten Gebilden und exzentrisch geformten Statuetten verständigen. Dabei scheinen sie sich in der Vorspiegelung ihres Ennui gegenseitig überbieten zu wollen.

Das Interesse an unpragmatischer Verständigung, an redundanten, vortäuschungsintensiven Kommunikationsformen und Mitteilungsineffizienz klang später erneut in einem selbstverfassten Text zur Ausstellung der zweiten Fassung von »The Conversation Lags« im Rahmen eines Projekts des Bonner Kunstvereins (2006) an. Der kurze Abschnitt mit dem Titel »The Spoilt Ones« bekundet eine Affinität zur Metapher des dort so genannten »Verhätschelns« als einer Form von maßloser Zuwendung, mit der allgemein ein tatsächlicher Unnutzen verbunden wird.

Einen ähnlichen Ausgangspunkt wählt die Ausstellung »Dearie Does The Do Not Care«. Die Anrede »Dearie«, wie sie beispielsweise in der Blütezeit der dialog- und pointenbesessenen Screwball Comedies Hollywoods zum Einsatz kommt, beinhaltet dort eine rhetorische Ambivalenz, in der Elemente des Kalkulierten, der Verstellung und der Täuschung jenen der Fürsorge und des Aufrichtigen gegenüberstehen. Im Ausstellungstitel tritt mit dem Zusatz »Does The Do Not Care« die Pose des Unbeteiligtseins, die Paradoxie einer theatralischen Gleichgültigkeit hinzu. Die gleichnamige Rauminstallation, eine Gemeinschaftsarbeit von Peter Abs, Bernadette Mittrup und Sarah Szczesny für die Halle für Kunst, entsteht vor Ort und wird ab dem 30. Januar gezeigt. Außerdem werden die Künstlerinnen Gerda Scheepers am 28. Februar und Viola Klein am 13. März mit Präsentationen für die Dauer eines Abends zu sehen sein.

*Bar Ornella ist ein 2005 von Bernadette Mittrup Gerda Scheepers und Sarah Szczesny in Köln gegründeter Ausstellungsraum, der seit 2006 gemeinsam mit Peter Abs betrieben wird. Bislang wurde in den Räumlichkeiten in der Maybachstr. 159 zu insgesamt 42 Abenden eingeladen, zudem nahm Bar Ornella an den Ausstellungen »Dialoge« / Museum Ludwig (2006), »The Conversation Lags zu Gast bei Terrain Vague & Wheely« / Bonner Kunstverein (2006) und »Der Silberne Koffer« / Montgomery Berlin (2007) teil.

Herzlichen Dank an: Land Niedersachsen, Stadt Lüneburg, Sparkasse Lüneburg


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