KUNST & KUCHEN mit einer poetischen Begegnung mit Martin Krafft
Mittels Kartographie wird die Welt nicht nur abgebildet, sondern auch strukturiert. Als Werkzeug kolonialer Expansion dient sie dazu, Territorien zu definieren und Grenzen zu fixieren. Kartographische Methoden können aber auch dazu eingesetzt werden, Verbindungen zu zeichnen – zwischen Orten und Zeiten, Ideen und Lebenswelten, Vergangenheit und Gegenwart. In der Ausstellung TRANS/VERSAL werden Karten nicht gelesen, um Orientierung zu geben, sondern um Beziehungen herzustellen.
Auch die künstlerische Praxis von MARTIN KRAFFT versucht Begegnungen zu initiieren. Im Zuge des Projekts Poetry for Strangers rezitierte er an verschiedenen Orten in Berlin ein Gedicht von Rainer Maria Rilke für fremde Passant:innen und teilte mit ihnen eine unerwartete Erfahrung von Poesie im Alltag. Nach mehr als 1.000 Lesungen findet das Projekt in Lüneburg eine neue Ausdrucksform. Begleitend dazu führen die Kuratorinnen LISA DEML und MARIE-SOPHIE DORSCH durch die Ausstellung und laden zum gemeinsamen Austausch bei Kaffee und Kuchen ein.
Die Gruppenausstellung TRANS/VERSAL versammelt Werke von INAS HALABI, MOSES MÄRZ & STUDIERENDEN DER LEUPHANA UNIVERSITÄT.
Das Vermittlungsformat KUNST & KUCHEN findet mit freundlicher Unterstützung der Lüneburger Bürgerstiftung statt.
Das Jahresprogramm der Halle für Kunst Lüneburg e.V. wird gefördert durch das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur, den Lüneburgischen Landschaftsverband und die Hansestadt Lüneburg.
MARTIN KRAFFT lebt und arbeitet als Künstler und Filmemacher zwischen Schwenksville (USA) und Berlin (Deutschland). In seiner künstlerischen Praxis beschäftigt er sich mit der Frage, wer sich in kreativen Erfahrungen willkommen fühlt.