Moses März, Karte gegen koloniale Amnesie II (Detail), 2023. Foto: Studio Tschernow.
TRANS/VERSAL
Lasting Resonances & Relational Landscapes
Mit Werken von INAS HALABI, MOSES MÄRZ & STUDIERENDEN DER LEUPHANA UNIVERSITÄT
Mittels Kartographie wird die Welt nicht nur abgebildet, sondern auch strukturiert. Als Werkzeug kolonialer Expansion diente sie dazu, Territorien zu definieren und Grenzen zu fixieren. Kartographische Methoden können aber auch dazu eingesetzt werden, um Machtverhältnisse sichtbar zu machen und Widerstandsbewegungen aufzuzeigen. Die in der Ausstellung TRANS/VERSAL versammelten Arbeiten skizzieren, wie sich geopolitische und soziohistorische Beziehungen in Landschaften, Infrastrukturen und Diskursen einschreiben und auch im Kontext Lüneburgs fortwirken.
Die Ausstellung wird kuratiert von LISA DEML und MARIE-SOPHIE DORSCH.
Das Jahresprogramm der Halle für Kunst Lüneburg e.V. wird unterstützt durch das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur, den Lüneburgischen Landschaftsverband und die Hansestadt Lüneburg.
INAS HALABI lebt und arbeitet als Künstlerin und Filmemacherin zwischen Palästina und den Niederlanden. In ihrer künstlerischen Praxis untersucht sie, wie sich soziale und politische Machtverhältnisse manifestieren und welchen Einfluss vergessene oder verdrängte Geschichten auf heutige Lebensrealitäten haben. Ihre Werke wurden zuletzt unter anderem im Smith College Museum of Art (Northampton, USA, 2026); bei La Loge (Brüssel, Belgien, 2025); auf der Luleå-Biennale (Sábme, Schweden, 2024); bei de Appel Amsterdam (Niederlande, 2023) und im The Showroom (London, UK, 2022) gezeigt.
MOSES MÄRZ lebt in Berlin und arbeitet als Forscher und Kartenzeichner. Seine Karten visualisieren Geografien des Wissens mithilfe einer Methodik, die auf der relationalen Philosophie von Édouard Glissant und der redaktionellen Praxis der Chimurenga Chronic beruht. Er ist als Teil der DFG-Forschungsgruppe Collaborations an der Universität Potsdam tätig.