a→A
A→a
Menü

HALLE

FÜR

KUNST

Lüneburg

<p>Gosia Lehmann & Valerian Blos, <em>Substance of Power</em> (detail), 2024. Courtesy of the artists. Photo: Valerian Blos</p>

Gosia Lehmann & Valerian Blos, Substance of Power (detail), 2024. Courtesy of the artists. Photo: Valerian Blos

UNDER/CURRENTS

Passing through Salt and Water

Ausstellung   11. April 2026 – 24. Mai 2026

Mit Werken von EDA ASLAN, GOSIA LEHMANN & VALERIAN BLOS

Wasser und Salz bilden die geologischen, ökonomischen und symbolischen Ressourcen Lüneburgs. Während Salz den Reichtum der Hansestadt in ihrer Blütezeit begründete, stellte Wasser zugleich eine wirtschaftliche Lebensader und eine substanzielle Bedrohung dar. Die Gruppenausstellung UNDER/CURRENTS knüpft an diese dichte materielle wie metaphorische Geschichte an.

Die Künstler:innen EDA ASLAN, GOSIA LEHMANN und VALERIAN BLOS untersuchen diese Ressourcen nicht nur in Bezug auf Zirkulationsprozesse und Wertschöpfungsmechanismen, sondern beleuchten auch die damit verbundenen, oft unterschwelligen sozialen, historischen, politischen und emotionalen Dynamiken. Ihre Arbeiten verfolgen, wie Rohstoffe über historische Epochen und geografische Grenzen hinweg zirkulieren, wie sie dabei ökologische und körperliche Systeme infiltrieren und wie sich an ihnen soziale und wirtschaftliche Machtverhältnisse kristallisieren. Auch wenn sich diese Strömungen nicht unmittelbar zeigen, beeinflussen sie Wahrnehmungen, Handlungsräume und Wissensformationen.

Die Ausstellung wird kuratiert von MARIE-SOPHIE DORSCH und LISA DEML.


Das Jahresprogramm der Halle für Kunst Lüneburg e.V. wird unterstützt durch das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur, den Lüneburgischen Landschaftsverband und die Hansestadt Lüneburg.

Logos

EDA ASLAN lebt und arbeitet als freischaffende Künstlerin in Hamburg. Mittels Skulptur, Text, Klang und Forschung untersucht Aslan in ihrer künstlerischen Praxis, wie sich Materie von geologischen Formationen bis hin zu bürokratischen Archiven bewegt und dabei historische Narrative vermittelt, verbirgt und verhandelt. Für ihre Arbeit wurde sie mehrfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Max-Pechstein-Preis (2025) und dem Karl H. Ditze-Preis (2025). Ihre Werke wurden international in verschiedenen Institutionen und Ausstellungen gezeigt, darunter Kunstverein in Hamburg (Deutschland, 2024); im Jüdischen Museum Franken (Fürth, Deutschland, 2022); bei DEPO (Istanbul, Türkei, 2021) sowie im Kunsthaus Hamburg (Deutschland, 2020).

GOSIA LEHMANN ist eine transdisziplinäre Künstlerin, Forscherin, Performerin und Köchin mit Sitz in Berlin. Mithilfe von Techniken aus Film und Theater untersucht sie die wechselseitigen Beziehungen zwischen Fakten und Überzeugungen. In diesem Zusammenhang widmet sich ihr aktuelles Projekt der Verbindung zwischen chemischen Substanzen, Toxizität und Macht. Ihre Arbeiten waren Teil internationaler Ausstellungen und Festivals, darunter auf der transmediale (Berlin, Deutschland, 2026); im Tanzquartier Wien (Österreich, 2026); bei Neun Kelche (Berlin, Deutschland, 2025); bei Rupert (Vilnius, Litauen, 2025); im Maison de la culture Janine-Sutto (Montréal, Kanada, 2025) sowie im Haus der Kulturen der Welt (Berlin, Deutschland, 2024).

VALERIAN BLOS ist Designer, Pädagoge und Künstler mit Sitz in Berlin. In seiner Arbeit untersucht er die Beziehungen zwischen Menschen, Katastrophen und materiellen Kulturen. Derzeit hat Blos eine Assistenzprofessur an der Universität der Künste Berlin inne, wo er das Konzept der Intermaterialität erforscht. Zu seinen jüngsten Ausstellungen zählen Projekte im Röhsska Design Museum (Göteborg, Schweden, 2026); im Tanzquartier Wien (Österreich, 2026) sowie im Haus der Kulturen der Welt (Berlin, Deutschland, 2024). Er arbeitet regelmäßig mit Gosia Lehmann zusammen, mit der er 2020 auch den Projektraum Solaris in Berlin gründete.