Finissage
FLORENCE JUNG
A – 1995 geboren werden
B – 2055 geboren werden
Anlässlich des 30-jährigen Jubiläums der Halle für Kunst Lüneburg ging die Künstlerin FLORENCE JUNG der Frage nach, was es bedeutet, dreißig Jahre alt zu werden. Sie näherte sich dem Kunstverein wie einem lebenden Organismus, der unweigerlich in einem Prozess des Alterns begriffen ist. Davon ausgehend entwickelte sie drei Szenarien, die unterschiedliche Zeitlichkeiten und Formen von Sichtbarkeit verhandeln.
Für Jung war das 30. Lebensjahr von Umbrüchen und Entscheidungen geprägt. Daran knüpft das Szenario Jung100 an, das sich über das letzte Jahr hinweg entfaltete. Zum 15. jeden Monats erschien ein neues Plakat im Innenhof zur Halle für Kunst Lüneburg, das ein Dilemma formulierte: A oder B. Auf diese Weise konfrontierte die Künstlerin Anwohner:innen, Besucher:innen und Mitarbeiter:innen mit ebenso provokanten wie paradoxen Fragestellungen.
Zum Abschluss des einjährigen Projekts werden erstmals alle Plakate in einer eintägigen Blitzausstellung versammelt – ein Rückblick auf ein Jahr voller Dilemmata, aber auch auf die vielen Möglichkeiten, die zwischen A und B liegen.
Gestaltung: current matters
Die Ausstellung wird unterstützt von Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung. Das Jahresprogramm der Halle für Kunst Lüneburg e.V. wird gefördert durch das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur, den Lüneburgischen Landschaftsverband und die Hansestadt Lüneburg.