Eda Aslan, It Was Their Dust That We Breathed In (Detail), 2026. Foto: Henriette Pogoda.
KUNST & KUCHEN mit einer Lesung von Eda Aslan
Ausgehend von den natürlichen Ressourcen Lüneburgs verfolgt die Gruppenausstellung UNDER/CURRENTS, wie Rohstoffe über historische Epochen und geografische Grenzen hinweg zirkulieren, wie sie dabei ökologische und körperliche Systeme infiltrieren und wie sich an ihnen soziale und wirtschaftliche Machtverhältnisse kristallisieren – denen auch wir uns nicht entziehen können.
So trägt der Saharawind essentielle Mineralien über weite Distanzen und versorgt auf diese Weise auch europäische Ökosysteme. Für die Künstlerin EDA ASLAN ist er auch eine Metapher für Migration. In einer Lesung reflektiert sie die Zirkulation von Saharastaub in Verbindung mit den Bewegungen von Kulturgütern und menschlichen Schicksalen. Begleitend dazu führen die Kuratorinnen LISA DEML und MARIE-SOPHIE DORSCH durch die Ausstellung und laden zum gemeinsamen Austausch bei Kaffee und Kuchen ein.
Die Ausstellung UNDER/CURRENTS versammelt Werke von EDA ASLAN, GOSIA LEHMANN & VALERIAN BLOS.
Das Vermittlungsformat KUNST & KUCHEN findet mit freundlicher Unterstützung der Lüneburger Bürgerstiftung statt.
Das Jahresprogramm der Halle für Kunst Lüneburg e.V. wird gefördert durch das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur, den Lüneburgischen Landschaftsverband und die Hansestadt Lüneburg.
EDA ASLAN lebt und arbeitet als freischaffende Künstlerin in Hamburg. Mittels Skulptur, Text, Klang und Forschung untersucht Aslan in ihrer künstlerischen Praxis, wie sich Materie von geologischen Formationen bis hin zu bürokratischen Archiven bewegt und dabei historische Narrative vermittelt, verbirgt und verhandelt. Für ihre Arbeit wurde sie mehrfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Max-Pechstein-Preis (2025) und dem Karl H. Ditze-Preis (2025). Ihre Werke wurden international in verschiedenen Institutionen und Ausstellungen gezeigt, darunter Kunstverein in Hamburg (Deutschland, 2024); im Jüdischen Museum Franken (Fürth, Deutschland, 2022); bei DEPO (Istanbul, Türkei, 2021) sowie im Kunsthaus Hamburg (Deutschland, 2020).